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31.08.2010


Radio Slave Presents Strictly Rhythms Vol.5
 

Strictly Rhythm! Ohne dieses legendäre Label wäre die Geschichte von House wohl anders verlaufen. Zusammen mit Nu Groove, Eightball oder Emotive symbolisiert Strictly Rhythm den Gezeitenwechsel US-amerikanischer Housemusik. Die Hegemonie Chicagos ging 1989 gerade ihrem Ende zu, als das Label mit der Backstein-Ästhetik mit Tylon und „Feel The Rhythm Of House“ das erste noch unauffällige Maxi eines scheinbar unversiegbaren Katalogs veröffentlichte. Was alsbald folgte, war der unaufhaltsame Siegeszug eines der potentesten, prächtigsten und einflussreichsten Indie-Labels aller Zeiten.

Radio Slave (alias Matt Edwards) zollt dieser Historie, die auch Teil seiner ureigenen musikalischen Sozialisation als DJ und passionierter Plattensammler ist, Tribut. Der englische Produzent und DJ mit Wohnsitz Berlin, ist in seiner offenen Haltung Strictly Rhythm nicht unähnlich. House nimmt in seiner Discografie einen ebenso wichtigen Platz ein wie seine epische Marathon-Techno-Trademark-Tracks oder das aus dem Clubkontext gelöste Quiet Village Projekt. Für „Strictly Rhythms Volume 5“ schuftet sich Edwards nun voller Respekt durch den gesamten Backkatalog der New Yorker Institution und krempelt diesen mit weit mehr als einem halben Dutzend Edits beträchtlich um. Liebevoll und stilsicher aufgeteilt in den „Downton Mix“ und einen „Uptown Mix“, komprimiert sich die Auswahl einerseits auf ewig gültige Deep-House-Klassiker von Logic oder After Hours, Kenny Dope und seinen Beatzauber, Geheimtipps von Angel Moraes oder herzzerreißende Mood II Swing Songs. Demgegenüber komprimiert die zweite CD eine Fülle jenes Strictly Rhythm Materials, das auch in der nächsten Dekade nichts von der Prägnanz auf den Tanzfluren dieser Welt verloren haben wird: Armand van Helden, Stickmen, Masters At Work und erneut die kongenialen Mood II Swing singen ein Lied davon. All das ist mit dem Radio-Slave-immanenten Druck versehen und ohne Quantisierung gemixt und editiert, was den beiden Mixes jenes Laisser-faire erlaubt, das House in seiner goldenen Ära so attraktiv wie unwiderstehlich machte. Nichts weniger ist diese große Anerkennung in Demut. Und jetzt: Work it, goddamnit!  (Gerd Janson)

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Alle Titel gibt es ab dem 17. September digital und eine Woche später auf  2 x CD.
Bereits am 04. September gibt sich Radio Slave im Berliner Berghain die Ehre um den Release zu feiern.